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Alumni im Portrait

Dr. LL.M. Bianca Lins

Speakerin im grünen Hosenanzug bei Podiumsdiskussion und offizielles Porträt einer Professorin oder Alumna
  • Alumna des Executive Master in Banking & Securities Law 2019
  • Legal Officer – Lead Weltraum | Amt für Kommunikation ITSO Regional Vice Chair Region B (Europe) | International Telecommunications Satellite Organization
  • Legal Manager | Lecturer | Author | Mentor | Cybersecurity & Space Enthusiast | Cybersecurity Woman of the World 2024 | Cybersecurity Woman of the Year 2023 | Top 3 European Cyber Women 2023 
Speakerin im grünen Hosenanzug bei Podiumsdiskussion und offizielles Porträt einer Professorin oder Alumna

Wie hat Ihr Studium Ihre Art zu denken, Probleme anzugehen oder neue Lösungen zu entwickeln, beeinflusst? 

 

Mein Studium im Bereich Bank- und Finanzmarktrecht hat meine Denkweise nachhaltig geprägt – nicht nur durch das juristische Fachwissen, sondern vor allem durch die analytische Tiefe und die interdisziplinäre Perspektive, die es vermittelt hat. In einem derart dynamischen und regulierten Umfeld lernt man, rechtliche, wirtschaftliche und technologische Zusammenhänge nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teile eines grösseren Ganzen. Das hat meine Fähigkeit geschärft, komplexe Sachverhalte strukturiert zu durchdringen, auch unter Unsicherheit tragfähige Entscheidungen zu treffen und dabei stets verschiedene Interessenslagen mitzudenken. Die enge Vernetzung mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen – von der Finanzpraxis bis zur Aufsicht – hat meinen Blick zusätzlich erweitert und mir geholfen, bei der Entwicklung von Lösungen auch deren Umsetzung in der Praxis stärker mitzudenken.

Konferenzsaal mit Delegierten und grossem Bildschirm während internationaler Sitzung
COPUOS Legal Subcommittee Meeting
Paneldiskussion auf Konferenzbühne mit Vortragender und Expertinnen bei internationaler Veranstaltung
Munich New Space Summit – Munich
Vortrag zu Space Law mit Präsentationsscreen und Publikum in moderner Seminarumgebung
Monaco Space Law Technical Advisory Mission 2024
Internationale Delegierte mit Kopfhörern bei Konferenzmeeting mit Laptop und Länderflaggen Liechtenstein und Luxemburg
Eutelsat IGO 43rd Assembly of Parties – Paris
Konferenzsaal mit Delegierten und grossem Bildschirm während internationaler Sitzung
Paneldiskussion auf Konferenzbühne mit Vortragender und Expertinnen bei internationaler Veranstaltung
Vortrag zu Space Law mit Präsentationsscreen und Publikum in moderner Seminarumgebung
Internationale Delegierte mit Kopfhörern bei Konferenzmeeting mit Laptop und Länderflaggen Liechtenstein und Luxemburg

Welche Fähigkeiten oder Perspektiven, die Sie an der Universität Liechtenstein erworben haben, helfen Ihnen heute am meisten in Ihrem Berufs- oder Privatleben?


Auch wenn ich heute in einem ganz anderen Themenfeld tätig bin – nämlich an der Schnittstelle zwischen Weltraum, Technologie und Regulierung – profitiere ich nach wie vor von meinem Studium an der Universität Liechtenstein. Gerade weil die Finanzwelt eng mit so vielen anderen Bereichen verflochten ist – von internationalen Märkten über technologische Innovationen bis hin zu politischen Rahmenbedingungen – ist ein grundlegendes Verständnis ihrer Funktionsweise in fast jedem strategischen Kontext hilfreich. Diese Kenntnisse schaffen nicht nur ein besseres Verständnis für wirtschaftliche Abhängigkeiten, sondern fördern auch die Fähigkeit, neue Themen mit einem strukturierenden Blick zu analysieren – selbst dann, wenn das eigentliche Fachgebiet auf den ersten Blick weit entfernt scheint.

 

Darüber hinaus hat das Studium mein unternehmerisches Denken geschärft: In einem Umfeld, das Wert auf Eigenverantwortung, Vernetzung und lösungsorientiertes Arbeiten legt, lernt man früh, Chancen zu erkennen, strategisch zu handeln und auch in neuen Themenfeldern schnell Fuss zu fassen. Diese Offenheit für neue Perspektiven, gepaart mit einer gewissen methodischen Disziplin, hilft mir nicht nur beruflich, sondern prägt auch meinen persönlichen Blick auf Entwicklungen, die weit über die eigene Disziplin hinausgehen. Auch im Privaten schätze ich einiges, was ich im Studium gelernt habe – etwa die Fähigkeit, komplexe Themen verständlich zu erklären oder strukturiert an Probleme heranzugehen. Das macht vieles im Alltag einfacher – sei es im Familienleben, bei ehrenamtlichen Engagements oder in Gesprächen mit jungen Menschen, die vor wichtigen Entscheidungen stehen.

Preisträgerinnen bei Cybersecurity Veranstaltung mit Trophäe auf Bühne während Preisverleihung
Cybersecurity Woman of the World Award 2024 – Bled
Preisverleihung auf rotem Teppich mit Gewinnerin und Auszeichnung bei Cybersecurity Event
Cyber Security of the Year 2023 - Las Vegas
Ehrung auf Bühne bei Alumni Veranstaltung der Universität Liechtenstein mit Preisübergabe und Publikumssaal
Top 3 European Cyber Women 2023 - Paris
Preisträgerinnen bei Cybersecurity Veranstaltung mit Trophäe auf Bühne während Preisverleihung
Preisverleihung auf rotem Teppich mit Gewinnerin und Auszeichnung bei Cybersecurity Event
Ehrung auf Bühne bei Alumni Veranstaltung der Universität Liechtenstein mit Preisübergabe und Publikumssaal

Haben Sie durch Ihr Studium Netzwerke oder Kontakte geknüpft, die Sie auf Ihrem Weg begleitet haben?


Ja, definitiv. Während des Studiums sind viele gute Kontakte entstanden – einige davon sind geblieben, und mit manchen verbindet mich heute sogar eine enge Freundschaft. Ich habe die Offenheit unter den Studierenden sehr geschätzt, genauso wie den unkomplizierten Austausch mit den Dozierenden. Diese Atmosphäre hat es leicht gemacht, miteinander ins Gespräch zu kommen – und daraus ist ein Netzwerk entstanden, das mir bis heute in verschiedenen beruflichen Situationen weiterhilft.

 

Welche konkreten Beiträge leisten Sie heute in Ihrem Beruf oder Ihrer Branche, die auch das Land positiv beeinflussen?


Ich leite innerhalb der zuständigen Verwaltungs- und Aufsichtsbehörde den Bereich Weltraum und bin seit Januar 2024 mit dem Aufbau dieses Themenfeldes für Liechtenstein betraut. Es geht dabei nicht nur um die Entwicklung eines rechtlichen Rahmens, sondern auch um die strategische Ausrichtung und Positionierung des Landes in einem hochdynamischen internationalen Umfeld. Der Weltraumbereich ist längst kein Nischenthema mehr – er betrifft Fragen der technologischen Souveränität, der digitalen Infrastruktur, aber auch der wirtschaftlichen Entwicklung. Für ein kleines, international vernetztes Land wie Liechtenstein eröffnen sich hier durchaus spannende Perspektiven.

 

Mein Beitrag liegt insbesondere darin, diese Potenziale für das Land zu identifizieren, tragfähige Strukturen aufzubauen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die Innovation ermöglichen, ohne dabei die Sicherheit und Nachhaltigkeit aus dem Blick zu verlieren. Dazu gehört auch die internationale Zusammenarbeit mit relevanten Akteuren – sei es im europäischen oder globalen Kontext – um Liechtenstein frühzeitig in relevante Prozesse einzubringen und gezielt Kooperationsfelder zu erschliessen.

Referentin spricht mit Mikrofon bei Alumni Veranstaltung der Universität Liechtenstein
We are limited only by our imagination and our will to act."
Ron Garan

Inwiefern sehen Sie die Universität als Motor für Innovation, Forschung oder gesellschaftlichen Fortschritt im Land?
 

Die Universität Liechtenstein leistet einen wichtigen Beitrag zur Innovations- und Zukunftsfähigkeit des Landes – und das in mehrfacher Hinsicht. Sie verbindet Forschung und Lehre mit einem starken Praxisbezug und schafft so einen Raum, in dem neue Ideen nicht nur theoretisch gedacht, sondern konkret weiterentwickelt und in die Anwendung gebracht werden können. Gerade in einem kleinen Land wie Liechtenstein, in dem kurze Wege und enge Netzwerke vieles ermöglichen, wirkt die Universität als Katalysator für Austausch, Kooperation und interdisziplinäres Denken – sei es in der Wirtschaft, im öffentlichen Sektor oder im gesellschaftlichen Diskurs.

 

Auch persönlich habe ich diese Offenheit und den praxisnahen Austausch sehr geschätzt – beides hat mich in meiner Entwicklung begleitet und viele Themen greifbarer gemacht.

 

Welche Karrieretipps würden Sie unseren heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?

 

Ich würde raten, offen zu bleiben – für neue Themen, für ungewöhnliche Wege und für Entwicklungen, die man heute vielleicht noch gar nicht auf dem Schirm hat. Karrieren verlaufen heute kaum noch linear, und genau darin liegt auch eine Chance: Wer bereit ist, sich in neue Kontexte einzuarbeiten und Verantwortung zu übernehmen, wird oft überrascht, wohin die Reise führen kann.

Gleichzeitig ist es hilfreich, sich früh ein gewisses strategisches Grundverständnis anzueignen – sei es für wirtschaftliche Zusammenhänge, regulatorische Fragen oder technologische Entwicklungen. Auch wenn man nicht in jedem Bereich Expertin oder Experte ist, ist ein grundlegendes Verständnis oft entscheidend, um gute Entscheidungen treffen zu können.

Und nicht zuletzt: Netzwerke und Mentoring spielen eine grosse Rolle – nicht im Sinne von Visitenkartensammeln, sondern als ehrlicher, nachhaltiger Austausch. Ich selbst habe von Menschen profitiert, die ihre Erfahrungen weitergegeben haben, und versuche heute, das auch an andere weiterzugeben. Solche Verbindungen können in entscheidenden Momenten den Unterschied machen – fachlich, aber auch menschlich.

Referentin spricht vor Publikum bei Netzwerkveranstaltung mit Bildschirmpräsentation im Hintergrund
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